EUROPA Online-Lexikon
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Klima in Europa

Europa ist hauptsächlich befindet sich hauptsächlich in den gemäßigten Zonen. Oftmals ist die Temperatur im Vergleich anderer, auf gleicher geographischer Breite liegenden Gebiete, milder, da der Golfstrom einen sehr großen Einfluss auf das Klima in Europa hat. Die Temperarturunterschiede zwischen den verschiedenen Jahreszeiten sind verhältnismäßig gering. Lediglich im Osten kommt es auf Grund kontinentalen Klimas, wegen der großen Entfernung zum Meer, größere Temperaturunterschiede als im Rest Europas. So sind dort in den Wintern Temperaturen von bis zu -40° C möglich, in den Sommermonaten kann es aber auch sehr heiß (bis zu 35° C) warm werden.

Durch die Erdrotation herrscht in Europa meist Westwind, der an den Atlantikküsten auch für viele, ganzjährige Niederschläge sorgt. Die Niederschlagsmenge nimmt Richtung Osten immer stärker ab, da kaum noch Oberflächenwasser zur Verdunstung verfügbar ist und deshalb sich über dem Kontinent kaum noch neue Wolken bilden. Ebenso beeinflussen die Gebirge die Regenmenge stark, da beispielsweise an hohen Alpengipfeln sich viele Wolken abregnen und wirken dadurch hemmend für große Regenfronten. Eine der niederschlagsstärksten Regionen stellen hierbei die nordwestlichen Alpen dar.

Im Süden Europas herrscht größtenteils mediterranes Klima, das bedeutet es gibt dort milde, feucht Winter und heiße, trockene Sommer. Im Sommer kommt der Wind vorzugsweise aus Norden, wodurch vergleichsweise wenige Wolken in diese Gebiete kommen, während im Winter durch den Westwind viele Wolken und damit auch Niederschläge gebracht werden. Im Norden Europas herrscht teilweise schon arktisches Klima.

Europa gibt es auch einige Wetterereignisse. So bilden im Winter in den Gebirgen Lawinen eine große Gefahr, da wegen diesen jährlich mehrere Menschen verunglücken. So wurde auch Galtür im Jahr 1999 von einer Lawine fast komplett bedeckt, wodurch 38 Leute starben. Desweiteren kommt es beim Abschmelzen des Schnees danach öfters zu großen Hochwassern, die durch frühjährliche Unwetter meist noch verstärkt werden. Bei der „Jahrhundertflut“ im August 2002 kamen 24 Menschen in Deutschland, Österreich und Tschechien ums Leben, ein Schaden von schätzungsweise 21,3 Milliarden Euro entstand. Gelegentlich kommt es auch zu großen Hitzewellen, wie beispielsweise im Jahr 2003 in Südeuropa. Nach offiziellen Schätzungen vielen dieser 70.000 Menschen zum Opfer. Aber die wohl häufigsten Wetterereignisse in Europa sind Stürme. So wird Europa jährlich von mindestens einem schweren Sturm heimgesucht, welcher Schaden in Millionenhöhe verursacht. Auch hierbei sterben regelmäßig Menschen, vor Allem wegen dem Umfallen von Bäumen. Einer der verheerendsten Stürme ereignete sich hierbei im Dezember 1999, als der Orkan Lothar 110 Menschenleben forderte und einen Schaden von ca. 11,5 Milliarden Euro verursachte in Mitteleuropa. Mittlerweile kommt es auch gelegentlich zu kleinen Tornados.