EUROPA Online-Lexikon
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Geschichte - Teil 2 (ab dem Mittelalter)

In der Renaissance lebte die Kultur in Europa wieder auf. Es wurden immer mehr imposante Bauwerke gebaut und sowohl die Künste als auch die Wissenschaften entwickelten sich weiter. Desweiteren spaltete sich zu dieser Zeit die evangelische Glaubensrichtung von der katholischen ab. Nach dem Mittelalter (ab 1500) begann auch die Koloniale Expansion. Vor Allem Portugal und Spanien machten sich anfangs auf in die Neue Welt, um die Menschen dort zu christianisieren. Nicht zuletzt das Gold, das es dort in Fülle gab regte die Kolonialherren zu ihren Reisen an. Später kamen Großbritannien, die Niederlande und auch Frankreich und wollten „ihren Platz an der Sonne“. Auch Deutschland erwarb einige Kolonien wie zum Beispiel Samoa (Südsee) oder Namibia (Süw-West-Afrika).

Das 17. Jahrhundert war beherrscht vom 30jährigen Krieg, in welchen nahezu der ganze Kontinent beteiligt war. Die Verwüstung und Entvölkerung ganzer Landstriche waren die Folge. Im 18. Jahrhundert verbreitete sich die absolutistische Monarchie in Europa, nach dem Vorbild Ludwig des Vierzehnten. Viele Herrscher regierten von oben herab ohne Machteinschränkung. Dies änderte sich nach der Französischen Revolution 1789, in der zum ersten Mal Menschenrechte ausgerufen wurden und welche zumindest kurzzeitig eine Republik in Frankreich ermöglichte. Jedoch bereits 1804 krönte sich Napoleon zum französischen Kaiser. 1815 wurde Napoleon, der viele Gebiete Europas besetzte und sogar bis Moskau vorrückte, in einer Schlacht bei Waterloo (Belgien) vernichtend geschlagen. Danach wollte man die Verhältnisse, wie sie vor 1789 waren, wieder herstellen und die Monarchen regierten wieder in ganz Europa.

1871 wurde nach dem Deutsch-Französischen Krieg im Spiegelsaal von Versailles das Deutsche Reich gegründet. Die folgende Zeit war geprägt von de Industrialisierung und wirtschaftlichen Wachstums. Desweiteren begann ein Wettrüsten in Europa, da Frankreich Rache für die letzten beiden verlorenen Kriegen gegen Deutschland schwor. Desweiteren Begann ein Wettlauf um die noch verfügbaren Kolonien. Deutschland ließ anfangs seine Finger aus dem Spiel bei der Vergabe der Kolonien, jedoch wollte Wilhelm der Zweite „auch einen Platz an der Sonne“, wodurch zusätzlich zur französischen Feindschaft auch noch der Unmut Großbritanniens zu bemerken war. So schlitterten die europäischen Mächte in den Ersten Weltkrieg. Der erste Weltkrieg war eine reine Materialschlacht, wobei auch die Krieger als Material gesehen werden können. Es war der verheerendste und teuerste Krieg aller Zeiten. Er dauerte 4 Jahre von 1914 bis 1918. Am Ende gingen Deutschland, Österreich und Russland als Verlierer aus dem Krieg.

In den folgenden Jahren kamen in einigen Ländern rechtsradikale Parteien an die Macht, 1922 Faschisten in Italien, 1933 die Nationalsozialisten in Deutschland, Franquisten in Spanien (1939). Nicht zuletzt die große Depression von 1929 dürfte ein Auslöser für die Wahl dieser radikalen Parteien gewesen sein. Während der Großen Depression wurden viele Millionen Menschen arbeitslos und es kam zu sozialen Missständen durch Armut.

Am 1. September 1939 war es dann soweit. Deutsche Truppen zogen in Polen ein. Der Zweite Weltkrieg hatte begonnen. Die rechtsradikalen Staaten Deutschland (mit Österreich) und Italien kämpften zusammen gegen osteuropäische Staaten sowie England und Frankreich. Innerhalb nur eines Jahres waren ganz Frankreich, Polen und große Teile des Balkans besetzt von deutschen Truppen. Der „Scheinfrieden“ zwischen Deutschland und der Sowjetunion kam zum Bruch und Deutschland marschierte bis Ende 1941 kurz vor Moskau. Dort kam die Front allerdings zum Stehen, nicht zuletzt durch den starken Wintereinbruch. Im folgenden Jahr wendete sich dann das Blatt, als bei der Schlacht von Stalingrad Deutschland vernichtend geschlagen wurde. Von nun an eroberten die alliierten Streitmächte alle Gebiete zurück und drangen bis ins Herz von Deutschland. Nach dem Suizid Hitlers kapitulierte Deutschland am 8. Mai 1945. Der Zweite Weltkrieg endete jedoch erst im August 1945 nach der Kapitulation Japans, nach den Atombombenabwürfen von Hiroshima und Nagasaki.

Die Nachkriegszeit war verbunden mit wirtschaftlichem Aufschwung, vor Allem in Deutschland und dem Kalten Krieg zwischen den Atommächten USA und der Sowjetunion. Jedoch wurde der kalte Krieg, in dem nie Blut geflossen ist, 1991 nach dem Auseinanderbrechen der Sowjetunion beigelegt.